Stepptanz

Die Ursprünge des Stepptanzes gehen auf die 1830er Jahren zurück. Mit Metallplatten an den Schuhen werden rhythmische Klänge erzeugt.

Definition:

Die Ursprünge des Stepptanzes gehen auf versklavte Afroamerikaner*innen in den Vereinigten Staaten ab den 1830er Jahren zurück. Dort trafen diese, denen es verboten war Trommeln zu benutzen, auf Irische Einwander*innen, die ihrerseits mit dem Irish Clog Dance aufwarteten. Im Vergleich zu den steifen Körpern und festen Rhythmen der irischen Tänzer*innen warfen sich die versklavten Afroamerikaner*innen mit mehr Körpereinsatz in den rhythmischen Tanz. Die Benutzung des ganzen Körpers – von Armen, Mimik und Stimme – fand Einzug in den entstehenden „American Tap“, deren Ursprung wohl von beiden Ethnien beansprucht werden darf.

William Henry Lane, bekannt als Boz´s Juba, der seine ersten Schritte in Manhattans Five Points tat, war einer der bekanntesten Tänzer seiner Zeit (1848 wurde er durch einen Auftritt in England in einer „Minstrel Show“ als einziger Afroamerikaner auf Grund seines Tanzstils sehr bekannt). Minstrel Shows oder auch Blackface-Shows waren zutiefst rassistische Entertainment Shows, in denen sich über People of Color spöttisch lustig gemacht wurde. Sie wurden unterwürfig, unwürdig, herablassend, faul, dumm … dargestellt. Entweder malten sich Weiße schwarz an (= Blackfacing) oder mit der Zeit traten auch vermehrt Afroamerikaner*innen auf (so auch Fats Waller oder Bessie Smith).

Als sich der Buck and Wing Softshoe entwickelte, wurde von Holz auf Metallplatten unter den Füßen gewechselt. In den ab 1860 beliebten Vaudeville Shows waren Dixon and Doyle und die Four Famous Fords bekannt. Ebenfalls in Minstrel sowie in Vaudeville Shows und später auch im Film war der legendäre Bill Bojangles Robinson erfolgreich. Die Nicholas Brothers, die Condon Brothers, Fred Astaire, Ginger Rogers, Ann Miller, Gene Kelly, Eleanor Powell, Bob Fosse, Sammy Davis Junior und Gregory Hines sind nur einige der bekanntesten Filmstars.

Ben:

Ben ist schon als Kind mit Eisen unter den Füßen unterwegs gewesen und hat seine komplette Umwelt damit in den Wahnsinn getrieben. Inspiriert von einem 12-jährigen Afroamerikaner in der Show „Body & Soul“ von André Heller, Filmen mit Fred Astaire und Gene Kelly und Musicals wie „42nd Street“ begab er sich auf die Reise, den Tanz für sich zu entdecken. Den Körper im Tanz als Schlagzeug zu begreifen, mit Sprüngen, Fallenlassen und Drehungen im Raum zu arbeiten und den Rhythmus des eigenen Körpers zu entdecken.

Er unterrichtet leidenschaftlich gern und vermittelt das glücklich machende Badababammm an jeden, der sich gerne bewegt, Spaß am Rhythmus hat und sich der Challenge des „loslassen – dann kommt es zu Dir!“ aussetzen möchte.

Für jeden, der sich gerne ausprobieren will, schon mal Eisen unter den Füßen gehabt hat oder einfach körperliche Freude sucht.

Bitte mitbringen: Wenn du keine Stepp-Schuhe hast, reichen auch Sportschuhe oder du tanzt mit Socken (bitte keine Straßenschuhe oder Schuhe mit Absatz)!

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